Demonstration am 05.03.2010. Start: 16 Uhr Chemnitzer Hauptbahnhof. Ein ausführlicher Text zur Kritik am Gedenken folgt in Kürze.
Am 5. März marschieren viele Chemnitzer_innen zum kollektiven Trauern auf. Ob nun bürgerlicher Friedenstag oder die Nazi-Demonstration unter dem Motto „Die Opfer waren unsere Familien“, es vereinen sich beide unter dem Deckmantel der Trauer um die Deutschen Opfer des Bombenangriffes der Alliierten auf Chemnitz.
Fragt sich nur: Welche Deutschen Opfer? Chemnitzer Bürger_innen nahmen aktiv am Nationalsozialismus teil oder hatten nur ein sehr geringes Bedürfnis, den selbigen wieder loszuwerden. So beschreibt ein Augenzeuge, wie ein grölender Menschenauflauf an den Pogromen vom November 1938 teilnahm. Noch besser besucht war 1944 die allgemeine Vereidigung zum Volkssturm, dem mehrere 10.000 Menschen beiwohnten.
Mit einer Demonstration möchten wir unsere Kritik an einem Gedenken ausdrücken, welches die Rolle der bombardierten Chemnitzer Bevölkerung im Nationalsozialismus auf eine Opferrolle reduziert. Genauso wollen wir uns gegen friedensbewegte Gruppen positionieren, die scheinbar nur Frieden fordern, weil es mit der deutschen Weltherrschaft nicht geklappt hat.
Wer mit der Geschichte abschließen möchte, kann keine Lehre aus ihr ziehen und findet sich im Schulterschluss zu bekennenden Geschichtsrevisionist_innen wieder. Dieses Verhalten entzieht sich auf mehreren Wegen jeder historischen Verantwortung und Anerkennung der deutschen Schuld am Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust.
Gegen Nazis und Geschichtsrevisionist_innen.
Deutsche Täter_innen sind keine Opfer!
mehr Infos: Antifa Chemnitz
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