Archiv für September 2008

03.10.2008 – Schöner Leben ohne Deutschland – Gegen jeden Nationalismus – Freies Netz abschalten – Naziaufmarsch verhindern

Am 03.10. ruft das Nazinetzwerk “Freies Netz” zu einer Demonstration unter dem Motto “Revolution ist machbar – Nationaler Sozialismus jetzt” in Geithain (zwischen Leipzig und Chemnitz) auf. Mit völkischen und antisemitischen Hetztiraden wollen sie damit dem System öffentlich ihre Gegnerschaft erklären. Ihre Alternative heißt nationale Volksgemeinschaft und bedeutet Unterordnung, Ausschluss und Gewalt.
Das gesamte “Freie Netz” – in den letzten Monate um zahlreiche Stützpunkte gewachsen – mobilisiert nach Geithain. Am 2. Oktober findet zudem, veranstaltet vom Freien Netz Altenburg, ein “Nationaler Gesprächskreis” statt, bei dem unter anderem Thomas “Steiner” Wulff spricht, der als einer der Führungsfiguren der Naziszene in Deutschland gilt. In der Veranstaltungsankündigung wird explizit auf die am nächsten Tag stattfindende Demonstration hingewiesen. (mehr…)

Auf nach Hamburg!

Hart Backbord! – Für etwas Besseres als die Nation!
3. Oktober: Kein Grund zum Feiern!

Vom 3. bis 5. Oktober finden in Hamburg die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit unter dem Motto „Kulturnation Deutschland“ statt. Geboten werden soll ein „Bürgerfest“ mit Wurstbude, Deutschpop, Klassik, Boot und einer seichten Brise politischer Agitation. Zusammen mit mehreren 100 000 Besucher_innen soll hier patriotische Begeisterung gepflegt und als Event inszeniert werden „Hamburg möchte mit dem Kulturfest in der HafenCity und der Speicherstadt ein Zeichen setzen und demonstrieren, dass der Tag der Deutschen Einheit ein ganz besonderes Ereignis ist, das man fröhlich und dennoch anspruchsvoll feiern kann.“ so der Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH. Wenn an diesem Tag die selbsternannte Elbmetropole die Gelegenheit nutzen möchte, um ihr elitäres Protzprojekt Hafencity in Szene zu setzen, und das offizielle Deutschland sich anschickt, sich in leitkultureller Vielfalt zu präsentieren, wollen wir das nicht umkommentiert lassen und unseren ganz eigene Vorstellung von „anspruchsvoll feiern“ ins Spiel bringen. Dem reaktionären Einheitstaumel im Gewand kultureller Vielfalt setzen wir unsere Unversöhnlichkeit mit der Nation und den herrschenden Verhältnissen von Unterdrückung und Ausbeutung entgegen. (mehr…)

Antifaschistische Demonstration am 18.09.08 in Annaberg/B.

Am Donnerstag, dem 18.09.08 fand eine Demonstration gegen den Einzug der
NPD in den neuen erzgebirgischen Kreistag in Annaberg statt. Dem Aufruf in
die westsächsische Provinz, folgten ca. 200 DemonstrantInnen. (mehr…)

18.10. Dresden: den Nazis Dampf machen!

Das Dresdner Ladenschluss-Bündnis ruft für Sonnabend, den 18. Oktober 2008 zu einer überregionalen antifaschistischen Demonstration unter dem Motto:

„Den NAZIS Dampf machen! – Gegen Naziläden und Rassismus!“ auf.

Anlass hierfür ist nicht nur die Umfimierung des „Thor Steinar“ Shops „Tonsberg“ zu
„Larvik“, sondern auch die in den letzten Monaten zunehmenden und sich wiederholenden rassistischen Übergriffe in Dresden, wie etwa nach dem EM Halbfinale im Juni 2008 oder der Brandanschlag auf einen vietnamesischen Markt im August 2008.

denn Aufruf könnt ihr hier downloaden!

alle weiteren Infos unter: ladenschluss-jetzt.org

zum Mobivideo gehts hier lang!

Demoauflagen Annaberg-B. 18.09.´08

Laut Kooperationsgespräch soll es keine Vorkontrollen geben, aber wir wissen ja wie es mit “keine” Vorkontrollen aussieht.

Was solltet ihr beachten? (Auflagen)

Ihr solltet eure “Bewaffnung” Zuhause lassen. Das reicht vom Taschenmesser am Schlüsselbund, über Nietenarmbänder und -gürtel, Kinderscheren mit abgerundeten Spitzen oder Glasflaschen!
Im Notfall stehen Ordner_innen bereit und können eure Gegenstände für euch aufbewahren. Am Ende der Demonstration könnt ihr die Gegenstände am Lauti wiederbekommen.
Es herrscht Alkohol –und Drogenverbot auf der Kundgebung und Demonstration!
Wer etwas Alkoholisches trinken will, kann dies nach bzw. außerhalb der Demo tun. Betrunkene Personen werden von der Kundgebung und Demonstration ausgeschlossen.
Hunde und Fahrräder sind ebenfalls auf der Demonstration nicht erlaubt.
Die Gesetze sind Gummi in den Händen der Polizei. Bietet daher bitte so wenig wie möglich Spielraum für Schikanen bzw. Anzeigen. Wenn es doch Stress mit der Polizei oder eventuelle Festnahmen gibt, meldet uns das bitte umgehend am Lauti!

Wer an Demonstrationen oder Veranstaltungen teilnimmt, läuft immer auch Gefahr mit Polizei und Justiz konfrontiert zu werden. Damit diese Begegnung nicht zum Desaster wird, legt die Rote Hilfe e.V. regelmäßig den Rechtshilfeklassiker „Was tun wenn’s brennt?“ auf.
Dort finden sich viele nützliche Tipps & Tricks zum Umgang mit den staatlichen Repressionsorganen in brenzligen Situationen. Angefangen mit der Vorbereitung auf eine Demo, über das Verhalten bei Übergiffen, Hausdurchsuchungen und bei Festnahmen bis hin zu den Nachwehen wie Strafbefehlen, Gerichtsverfahren und DNA-Entnahmen sind die wichtigsten Informationen zum Thema zusammengefasst.

„Was tun wenn´s brennt?“


Get up, stand up, wir sehen uns auf der Demo!

Antifa heißt Angriff!

Auf nach Annaberg-Buchholz!

Aufruf zur Kundgebung und Demo am 18.09.08 ab 15 Uhr am Markt Annaberg-B.

Anfang Juni war das Wahlergebnis besorgniserregend, trotz der zu erwarteten Erfolge der NPD.
5,7% der Stimmen bei der Kommunalwahl erhielt die rechtsextreme NPD! 5 Sitze in dem neuen erzgebirgischem Kreistag und 2 weitere für ihre Berater, errang die Partei damit.

Dieses Wahlergebnis wird in den nächsten 5 Jahren schwere Folgen haben. Die NPD zieht auf SteuerzahlerInnenkosten in das Landratsamt ein. Jetzt ist sie angekommen, auf der politisch-demokratischen Ebene in der Mitte der Gesellschaft. Schon zu den Kommunalwahlen 2004 erlangte die NPD anfänglich 2 Sitze im Stadtrat von Annaberg. In dem Kreistag können sie so ihre menschenverachtende Ideologie verbreiten. Mit Wahlslogans wie „Grenze sichern Kriminalität stoppen“, sieht sie die Lösung der Probleme, in Ausgrenzung und Rassismus. Die Welt scheint ihnen schlecht und feindselig gegenüber zustehen. Wahlweise wird der „Westen“, „die Ausländer“, „die Globalisierung“ oder die „etablierten Parteien“ als Südenböcke, an der eigenen Lage oder eben am Bankrott des einstmals so blühenden „Ärzgebirgs“ verantwortlich gemacht. Ihre Antworten auf soziale und wirtschaftliche Probleme sind einzig und allein, nationalistische, rassistische und antisemitische Parolen. Der NPD den Raum dafür zunehmen, egal wo ist umso wichtiger! Auch gegen Billigimporte und Lohndrückerei wollen die Nazis vorgehen. Das aber ihr Vorsitzender der Kreistagsfraktion Mario Löffler selbst billiges Kunsthandwerk aus dem Riesengebirge importiert, und hier weiter verkauft, spielt dabei keine Rolle. (mehr…)