Archiv für Oktober 2008

siempre antifascista!

11.-15. November Aktionstag – Konferenz – Demo – Festival

Im Gedenken an die Opfer der Faschisten. Für eine starke internationale Antifabewegung!

In den letzten Jahren ist die Zahl faschistischer Morde europaweit massiv angestiegen. Meist erlangen nur die Fälle eine stärkere Öffentlichkeit, bei denen es sich um Linke handelte, die in engem Kontakt mit der politischen und subkulturellen Szene standen. Carlos Javier Palomino (11.07.’07, Madrid), Davide „Dax“ Cesare (16. 03.’03, Milano) oder Jan Kuchera (18.01.’08, Príbram) sind daher vielen Menschen in der Linken ein Begriff. Die Morde an Migrant_Innen, wie sie in Russland an der Tagesordnung sind, gelangen kaum an die Öffentlichkeit. Regelmäßig kommt es hier zu Angriffen und Morden an Menschen aus dem Kaukasus und Tadschikistan. Mit Anerkennung schaut die internationale Rechte auf eben jenen so genannten „Rassenkrieg“ der russischen Nationalisten. (mehr…)

Auf nach Reichenbach! Nazis stoppen!

Für den 08.11.08 ruft der NPD-Kreisverband Vogtland, der NPD-Kreisverband Greiz und parteifreie Nationalisten (RechteAktionsFront Reichenbach, Kameradschaft Hof, Schwarzer Orden Vogtland) im vogtländischen Reichenbach, zu einer Demonstration auf. Unter dem Motto “Schluß mit der Steuergeldverschwendung! Stoppt Anti-Rechts-Programme” wollen sie ihr antisemitistisches und rassistisches Gedankengut auf die Straße bringen. Anlaß sei: “…die teils hysterischen Reaktionen der Systemparteien auf den Einzug der NPD in den Kreistag des Vogtlandes und der auf Kosten des Steuerzahlers”. Damit das ganze auch noch ein Unterhaltenswert hat, werden Redner wie der NPD Landtagsabgeordnete Jürgen Gansel, Kreisvorsitzende Nicole Fortak und ein “Freier Nationalist” Tony Gensch zu Wort kommen. Außerdem wird der Liedermacher “Torstein” auftreten.

Die Nazis treffen sich um 14.00 Uhr am alten Busbahnhof. Gegenaktionen sind in Planung! Weitere Infos folgen!

!!!Nazis entgegentreten!!!

Protestkundgebung in Oelsnitz/E.

vom ARTe.
Am 15. Oktober wurde in Oelsnitz/E. ein 7 jähriges Mädchen von einem 56jährigen sexuell misshandelt. Diesen Vorfall haben die Organisatoren der „Bürgerinitiative“, die „Nationalen Sozialisten Chemnitz“ und ihr Umfeld aus dem Erzgebirge erneut genutzt, um ihre Vorstellungen, einer Reinhaltung ihres rassistisch definierten Volkskörpers, unter die Leute zubringen. Auf den Flyern, welche zuvor in Oelsnitzer Briefkästen landeten, gab Nazi sich ganz bürgerlich. So wurde wohl bewusst auf die sonst üblichen Forderungen verzichtet. Dem Aufruf zur Kundgebung „Bürgerinitiative – Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch“ am 24.Oktober folgten neben 40 Nazis vornehmlich im „Autonomen Nationalisten Style“ noch ca.20 BürgerInnen. Unter den angereisten Nazis aus den „Freien Netz“ Strukturen Chemnitz, Zwickau und Erzgebirge gesellte sich auch der Annaberger Stadt- und Kreisrat Rico Hentschel (NPD) samt glatzköpfigem Anhang. Als Lautsprecherwagen diente ein dunkelgrüner PKW (STL-PM 44). Vereint als temporäre Volksgemeinschaft klatschten die Anwesenden gemeinsam Applaus zu den verlesen Redebeiträgen. Gemeinsam waren Sie sich wohl einig wem Mitgefühl und Trauer gebühren sollte. Bis auf ein paar weitere BürgerInnen, welche am/oder aus dem Fenster schauten fand die Naziaktion keinen weiteren Zuspruch. Auch wenn solche Taten grausam und abscheulich sind, muss mensch sich mit Naziforderungen wie: „Todesstrafe für Kinderschänder“ kritisch auseinandersetzten und diesen entschieden entgegentreten. 1941 wurde schon einmal die „Reinigungstodesstrafe“ für SittlichkeitsverbrecherInnen eingeführt. Mit ihr sollte auch die Volksgemeinschaft geschützt und dem Bedürfnis nach gerechter Sühne stattgegeben werden.

Mehr zum Umgang mit diesem Thema: INEX Gemeinschaftserlebnis Kindermord

Nazikundgebung in Oelsnitz/E.

Am Freitag dem 24. Oktober soll es in Oelsnitz/E. gegen 17.00 Uhr eine Kundgebung, von Nazis auf dem Markt geben. Grund ist der sexuelle Missbrauch eines kleinen Mädchens in Oelsnitz/E. vorige Woche.
Die Nazis mobilisieren zur Zeit auch über „sms-Ketten“ und einem einschlägig bekannten Internetforum.
In letzter Zeit kam es immer wieder zu Übergriffen durch Nazis vor deren Demonstrationen. In Chemnitz wurden AntifaschistInnen u.A. mit Pfefferspray angegriffen, geschlagen und getreten, welche zur Gegendemo gegen den Naziaufmarsch in Geithain (03.10.´08) unterwegs waren. Vor der Nazidemo in Zwickau (11.10.´08) wurde ein alternativer Jugendlicher, erst vor dem Bahnhof Zwickau verprügelt und beschimpft und dann in der Erzgebirgsbahn weiter mit gezielten Schlägen und Tritten auf den Kopf traktiert. Bei beiden Übergriffen wurde den Betroffenen die Rucksäcke gestohlen.
Desweiteren wurden Ende letzte Woche in Oelsnitz/E. massiv Aufkleber des „Freien Netz Chemnitz“ im Umfeld des Vorfalles verklebt. Die Aufkleber beinhalteten die Forderung, Todesstrafe für Kinderschänder.

Also passt auf, wie wann und mit wem ihr euch am Freitag in Oelsnitz/E. bewegt!

Keinen Bock auf Volksgemeinschaft!

Für Freiheit und Menschenwürde. Nazidemonstration am 25.10. in Leipzig verhindern!

Die „Freien Kräfte“ Leipzig rufen für den 25.10.2008 13 Uhr zu einer Demonstration auf. Durch den Leipziger Osten soll dieser Aufmarsch führen. Wir meinen, dass sich der Versuch weiterhin lohnt: den Nazis dort, wo sie glauben ihr Terrain für ein paar Stunden öffentlichkeitswirksam markieren zu können, entgegenzutreten. Wir lassen uns durch die Verhinderungstaktik der Polizei nicht einschüchtern. … nur zusammen sind wir viele… Kommt zur antifaschistischen Demonstration am 25.10.2008 ab 11 Uhr am Hauptbahnhof. (mehr…)

Solidarität mit den Opfern von Nazigewalt!

Am 14. Oktober fand im westsächsischen Hartenstein eine antifaschistische Spontandemo mit ca. 70 TeilnehmerInnen, gegen Naziterror statt.

Hindergrund war, dass am Morgen des 11.Oktobers 2008 auf dem Hbf Zwickau ein 22 Jähriger aus dem Erzgebirgskreis, welcher mit dem ersten Zug nach Hause fahren wollte, vor der Haupteingangstür von 8-10 jungen „Männern“, welche eindeutig der rechten Szene zuzuordnen sind, mit: „Dreckszecke“ usw. beschimpft. Der Betroffene wurde schließlich zusammengeschlagen. Der Rucksack des 22 jährigen wurde von den Tätern ebenfalls gestohlen. (mehr…)

Antifaschistische Demonstration in Hartenstein (Sachsen) am 14.10.2008

Pressemitteilung der Initiative Gegen Rechts im Erzgebirge.

Am Abend des 14.10.2008 haben wir in Hartenstein eine Spontandemonstration gegen Nazigewalt durchgeführt. Trotz kurzer Mobilisierungszeit folgten unserem Aufruf ca. 70 AntifaschistInnen.
Anlass war ein Naziangriff auf einen alternativen Jugendlichen am Morgen des 11.10.2008. Das 22jährige Opfer wollte vom Zwickau nach Hause fahren und wurde am Hauptbahnhof zuerst von zehn Nazis beschimpft und beleidigt. Danach wurde es von den Tätern körperlich angegriffen und ihm der Rucksack gestohlen. Das Opfer konnte sich in die Bahnhofshalle retten und ist schließlich mit dem Zug in Richtung Johanngeorgenstadt gefahren. Die Neonazis sind an der nächsten Haltestelle ebenfalls in den Zug gestiegen und haben das Opfer erneut bedroht, beleidigt und schließlich zusammengeschlagen. In Hartenstein sind die Täter aus dem Zug ausgestiegen und haben ihr Opfer liegen gelassen.
Der Betroffene wurde ins Krankenhaus eingeliefert, er erlitt ein Schädelhirntrauma, einen angebrochenen Knöchel, Kopf- und Gesichtsverletzungen, Prellungen und Blutergüsse am ganzen Körper.
Keine(r) der im Zug anwesenden PassantInnen eilte dem Opfer zu Hilfe! Es gab keinen Polizeianruf und keine Information an das Zugpersonal!
Dieses erneut schweren Vorfall haben wir zum Anlass genommen unsere Solidarität mit den Opfern neonazistischer Gewalt zu zeigen.
Wir werden es auch weiterhin nicht stillschweigend hinnehmen, das es scheinbar keine Zivilcourage gegen Neonazis und ihren Umtrieben gibt!

Initiative Gegen Rechts im Erzgebirge

Naziläden „Phönix“ und „Full House“ in Annaberg /B.

„Heute back ich – morgen brat ich und übermorgen smash ich den Naziladen
von nebenan! Ach wie gut, dass niemand weiß, wer die Schaufenster hier
zerschmeißt!“*

In einer (Klein)Stadt wie Annaberg-Buchholz, welche „rekordverdächtige“
NPD-Wahlerfolge aufweist, kann die Vermarktung von rechtsextremen
Handelsgütern ja eigentlich gar nicht so unprofitabel sein. (mehr…)