Archiv für August 2009

Holger, Frank und viele Scherben – den Nazis ihre Show verderben!

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Update 28. August 19.30 Uhr

Auf dem Marktplatz von Annaberg-Buchholz findet zur Zeit keine Kundgebung statt! Die Ankündigung seitens der Nazis, ein Fake!

Wir berichteten:

Laut dem Nazi am Infotelefon befindet sich der Treff-/Schleusungspunkt für die Veranstaltung ab 18.30 Uhrzwischen Stollberg und Lößnitz an der B169 Hartensteiner Str. Ecke Chemnitzer Str. beim „Big Wolle“ Imbiss. Das Antifa Recherche Team erzgebirge geht davon aus, dass die NPD-Veranstaltung aller Wahrscheinlichkeit nach nun in Lößnitz statt finden wird. Es wäre ja nicht die erste dort.

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Heute gegen 19.30 Uhr findet doch die NPD-Kundgebung auf dem Marktplatz in Annaberg-Buchholz. Die Veranstaltung gehört zur Reihe der „Abschlusswahltour“ der NPD. Neben den anwesenden Kreisverbandspersonal wird auch der Parteipolitiker Holger Apfel, sowie der mehrfach verurteilte nationale Barde Frank Rennicke auftreten. In anderen Städten wurden beispielsweise auch extra Nazis mit Busen rangekarrt. Durch das öffentliche Auftreten der Nazis, dem etablierten Naziladen „Phönix“ und die vielfachen rechten Gewalttaten in der Vergangenheit, wie zum Beispiel die Schändung der Ehrenmäler der Befreier_innen vom deutschen NS oder Übergriffe auf vermeintliche Antifaschist_innen, wird eine rechts-hegemoniale Stimmung erzeugt. Gerade in Annaberg-B., eine Hochburg der NPD-Wählerschaft, ist es umso wichtiger den Nazis egal ob im Gewand der bürgernahen NPD oder den gewaltbereiten Freien Kräften, den hier so genannten „Autonomen Nationalisten Annaberg“ nicht das Spielfeld zu überlassen. Wir werden dieses Nazi-Spektakel und den applaudierenden deutschen Mob definitiv nicht ignorieren.

Transparente, Flyer und Trillerpfeifen empfehlen sich, um den Nazis klar zu machen, dass sie und ihre Propaganda unerwünscht sind!

Restriktive Unterbringungspolitik tötet Mutter von drei Kindern

Presseerklärung des sächsischen Flüchtlingsrat vom 25.08.2009

Restriktive Unterbringungspolitik tötet Mutter von drei Kindern –
Deeskalierendes, humanitäres Verhalten der Behörde hätte Drama verhindert

Gestern Mittag verstarb im Krankenhaus Mittweida Frau A.T., Mutter von drei Kindern im Alter von 10, 7 und 3 Jahren an einer Überdosis von Medikamenten. Vor den Augen von zwei Mitarbeitern der Ausländerbehörde nahm sie die Tabletten ein, um einen Umzug der Familie in das Asylbewerberheim Mobendorf zu verhindern. Die Mitarbeiter der Behörde unterließen jegliche Hilfeleistungen.

Hintergrund:

Das Asylbewerberheim Frankenau sollte zum Monatsende geschlossen werden. Ein Teil der Bewohner fand bereits am 19.08.2009 ihre Unterkunft im Asylbewerberheim Döbeln. Die weiteren Bewohner hatten die Auflage zum gestrigen Tag, dem 24.08.2009 nach Mobendorf zu ziehen.

Schon in der Vergangenheit hatte die Familie einen Antrag auf dezentrale Unterbringung aus gesundheitlichen und humanitären Gründen gestellt, welcher jedoch von der Behörde abgelehnt wurde. Im Vorfeld der geplanten Schließung bat die Familie erneut um eine Unterbringung in einer Wohnung, entsprechende ärztliche Atteste lagen vor und bestätigten die Dringlichkeit, insbesondere im Hinblick auf die medizinisch festgestellte Suizidalität von Frau A.T.

Am Tag des Umzugs bat A.T. noch einmal eindringlich die anwesenden Mitarbeiter der Ausländerbehörde nicht nach Mobendorf ziehen zu müssen, sondern bis zur Entscheidung ihres Antrages in das Asylbewerberheim in Döbeln ziehen zu dürfen. Der Ehemann sprach von „Betteln“ und berichtete, dass seine Frau auf die Knie gegangen sei und den Mitarbeitern die Hände geküsst habe. Als dies kein Verständnis hervorrief, habe sie sich mit beiden Händen das Gesicht blutig gekratzt und vor den Augen der Behördenmitarbeiter sowie der Heimleiterin eine nicht unerhebliche Zahl an Tabletten eingenommen. Schließlich brach sie in Anwesenheit ihres 10 jährigen Sohnes zusammen. Ein beruhigendes und deeskalierendes Einwirken der Mitarbeiter der Behörde ist nach unserem Kenntnisstand nicht erfolgt. Selbst als der Ehemann um Hilfe bat, nachdem er im Zimmer der Familie eine große Anzahl von leeren Medikamentenschachteln vorfand, wurde durch die Behördenmitarbeiter weder selbst erste Hilfe geleistet, noch der Notarzt gerufen. Statt dessen wurde der Ehemann darauf verwiesen seine Frau selbst ins Krankenhaus zu fahren. Er selbst informierte zunächst den Krankenwagen, die Polizei sowie den behandelnden Arzt, wobei kostbare Zeit verstrich, bevor er dann mit seiner Frau im eigenen Auto nach Mittweida fuhr. Während seine Frau mit dem Tode rang, wurde von ihm noch verlangt den Umzug fortzusetzen und seine Dinge von Frankenau nach Mobendorf zu bringen. In dieser Zeit verstarb Frau A.T. im Krankenhaus.

„Ein solches Drama wäre zu vermeiden gewesen“ sagt Ali Moradi vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. (SFR). Nach Ansicht des SFR hätte der Familie im Zuge der Wohnheimschließung längst eine Unterbringung in einer Wohnung ermöglicht werden sollen, die entsprechenden Voraussetzungen lagen vor. Der geforderte zwischenzeitliche Umzug in ein anderes Asylbewerberheim war überflüssig. Der Suizid der Frau als Folge dessen ist ein weiteres Beispiel für die restriktive Unterbringungspolitik in Sachsen.

gez. Sibylle Wunderlich
SFR-Vorsitzende

Holger, Frank und viele Scherben – den Nazis ihre Show verderben!

ACHTUNG ÄNDERUNG!

Laut dem Nazi am Infotelefon befindet sich der Treff-/Schleusungspunkt für die Veranstaltung ab 18.30 Uhrzwischen Stollberg und Lößnitz an der B169 Hartensteiner Str. Ecke Chemnitzer Str. beim „Big Wolle“ Imbiss. Das Antifa Recherche Team erzgebirge geht davon aus, dass die NPD-Veranstaltung aller Wahrscheinlichkeit nach nun in Lößnitz statt finden wird. Es wäre ja nicht die erste dort.

Transparente, Flyer und Trillerpfeifen empfehlen sich weiter hin , um den Nazis klar zu machen, dass sie und ihre Propaganda unerwünscht sind!

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Für Freitag den 28. August plant die NPD ab 19.00 Uhr vermutlich eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Annaberg-Buchholz. Die Veranstaltung gehört zur Reihe der „Abschlusswahltour“ der NPD. Neben den anwesenden Kreisverbandspersonal wird auch der Parteipolitiker Holger Apfel, sowie der mehrfach verurteilte nationale Barde Frank Rennicke auftreten. In anderen Städten wurden beispielsweise auch extra Nazis mit Busen rangekarrt. Durch das öffentliche Auftreten der Nazis, dem etablierten Naziladen „Phönix“ und die vielfachen rechten Gewalttaten in der Vergangenheit, wie zum Beispiel die Schändung der Ehrenmäler der Befreier_innen vom deutschen NS oder Übergriffe auf vermeintliche Antifaschist_innen, wird eine rechts-hegemoniale Stimmung erzeugt. Gerade in Annaberg-B., eine Hochburg der NPD-Wählerschaft, ist es umso wichtiger den Nazis egal ob im Gewand der bürgernahen NPD oder den gewaltbereiten Freien Kräften, den hier so genannten „Autonomen Nationalisten Annaberg“ nicht das Spielfeld zu überlassen. Wir werden dieses Nazi-Spektakel und den applaudierenden deutschen Mob definitiv nicht ignorieren.

Transparente, Flyer und Trillerpfeifen empfehlen sich, um den Nazis klar zu machen, dass sie und ihre Propaganda unerwünscht sind!

Achtet auf aktuelle Ankündigungen!

Von NS-Verherrlichung, angebliche jüdische Weltverschwörung, Heidentum und der Blut-und-Boden Ideologie

ein Einblick in die lokale NSBM-Szene (dt. „nationalsozialistischer Black Metal“)

Nur „Das größte indoor Black Metal – Festival Deutschlands“?

Am 9. und 10. Oktober 2009 wird in Lichtenstein im „Uni“-Club erneut das „Fireblade Force Festival“ stattfinden .1 „Supported“ wird das Festival von der „P36 Cuba Bar“ und „W.T.C.-Productions“. Bei der „P36 Cuba Bar“ handelt es sich um eine mobile Cocktailbar aus Niedersachsen, die unter anderem auch beim „Thunders over Miriquidi Festival“ 2009 in Elterlein vor Ort war. „W.T.C.-Productions“ hingegen ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Betreiber Sven Zimper ist Mitglied der rechtsradikalen NSBM-Bands „Absurd“ und „Luror“ und vertreibt in seinem Internetshop diverse Tonträger und Textilien rechter Neofolk- und NSBM-Bands wie beispielsweise „Satanic Warmaster“, „Impaled Nazarene“ oder „Fire&Ice“.

2007 und 2008 hatte zum Beispiel „Nachtfalke“ beim „Fireblade Force Festival“ im „Uni“-Club gespielt. „Nachtfalke“-Frontmann Tino Mothes bezeichnete in einem Interview vor einigen Jahren die Deutschen als „Herrenrasse“, seine Band bezeichnete er als „NS-Viking-Band“.
Als „Special guest“ trat die Band auf. Die Veranstalter dazu in einer Stellungnahme: „Also WIR (die Veranstalter) wissen, dass unser Special Guest in keinster Weise politische Inhalte in seiner Musik verwendet (…) Es handelt sich um keine NSBM-Band, soviel sei gesagt!“ 2 Im Jahr 2005 hatte „Nachtfalke“ einen Auftritt beim oben genannten „Thunders over Miriquidi Festival“.3

Erneut treten auch weiter Gruppen aus dem Spektrum des NSBM im Oktober auf.
So sind eben „Impaled Nazarene“ bekannt für homophobe und menschenverachtende Texte, zum Beispiel der des Songs „Zero Tolerance“ aus dem Jahr 2000 in dem es heißt: „Hört zu, ihr verdammten Schwuchteln, eure Zeit ist gekommen. Und wenn du eine Lesbe bist, hast du immer noch eine Fotze, die man vergewaltigen kann. Es ist unnatürlich!“
„Taake“ ereilte ein fragwürdiger Ruf als der Sänger der Band bei einem Konzert mit aufgemaltem Hakenkreuz auftrat und sich mit Hitlergrüßen feiern ließ.
Zu „Angantyr“ der Frontmann der dänischen Band gab zur Antwort,auf seine Zukunftsaussichten angesprochen, dass jeder sehen könne, wohin sich die Welt entwickle, “mit all den Juden-kontrollierten multirassischen multinationalen Firmen, die den letzten Tropfen reinen Blutes aus der Welt saugen”.
Die Gruppe „Eternity“ bezieht durch Veröffentlichungen und Zusammenarbeit mit den Labels „W.T.C. Productions“ und „Blut und Eisen Productions“ klare Stellung zu menschenverachtenden Ideologien. Des Weiteren wurde eine Split mit der NSBM-Band „Luror“ produziert.
Bei „Creature“ liegt ähnlicher Fall vor. So veröffentlichten sie ihre Alben „Ursprung“ und „Kreuzlaub“ beim rechten Label „Christhunt“ (Christenjagd).
Die Gruppe „No Empathy“ treten öfters mit neonazistischen Bands auf, zum Beispiel mit „Orlog“, „Truppensturm“ oder „Paria“. Sie scheinen keine Berührungsängste mit intoleranter und rechter Gesinnung zu besitzen und lassen auch gar nicht erst den Gedanken aufkommen, es handle sich dabei um unliebsame Ausnahmen.
Letzte Band des Festivals mit bekannten Verbindungen zur rechten Metalszene sind „Chaos Invocation“. Sie geben auf ihrer Myspace-Seite an sie hätten als Label „W.T.C. Productions“ und somit ist zumindest die Rechtsoffenheit der Gruppe Bestand.

Abschließend sei noch gesagt, dass jede der auf diesem Festival auftretenden Bands, sich einen rechten Ruf erspielt, da das Label „W.T.C. Productions“ und einige der Bands eben der NSBM-Szene angehören und dies auch bekannt ist.
Veranstalter dieser NSBM-Events ist Björn Eichhorn seine Firma “Mephistopheles Concerts/ Mephistopheles Productions” aus Zwönitz organisiert das Festival. 4

Kein „Eventclub“!

Außerdem gehört Eichhorn und einem gewissen Stev Lippold seit einiger Zeit das „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz. Das wohl erste NS-Black Metal Konzert fand vermutlich am 23. Mai diesen Jahres statt.5 Die bekannte deutsche NSBM-Band „Absurd“ sollte neben weiteren aufgetreten sein. Hendrik Möbus, „Absurd“-Bandmitglied und Betreiber des Neonazi-Labels “Darker than Black”, hatte im “Myspace”-Gästebuch des “Gleis 3″ einen Konzertflyer für die Veranstaltung gepostet. Auch in der “Friends”-Liste des “Gleis 3″ ist Möbus mit seinem Label zu finden.6
Im Juni sollte ein Konzert mit der ukrainischen NSBM-Band „Kroda“ stattfinden7. Die neonazistischen Bands „Isolfur“ und „Sekhmet“ sollten ebenfalls auftreten. Antifaschist_innen in Polen verhinderten jedoch die geplante Tour von „Kroda“.

Am Freitag, dem 21.August 2009, fand erneut ein Konzert mit den Bands „Magog“, „Totenburg“ und „Leichenzug“ ungestört statt obwohl Polizei und Verfassungsschutz im Vorfeld informiert wurden.8 Konzertbesucher_innen, welche sich im Umfeld der Veranstaltung bewegten trugen unter anderem Shirts mit Schwarzer Sonne oder Bandaufdrucke wie „Weiße Wölfe“.9

So besteht die Band „Magog“ aus Mitgliedern und Sympathisanten der verbotenen Organisation „Skinheads Sächsische Schweiz“(SSS), des Weiteren spielen hier auch 2 Mitglieder der rechten Band „14 Nothelfer“ und ein ehemaliges Mitglied der Band „Kraftschlag“ mit. „Magog“ tritt immer wieder bei rechten Veranstaltungen auf, so wurde z.B. in Berlin ein Auftritt durch die „Weiße Arische Bruderschaft“ organisiert.
Ihre Tonträger wurden bei den rechten Labels „Hagal Records“ und „Christhunt Productions“ veröffentlicht.

„Leichenzug“ ist das Solo-Projekt des „Halgadom“ Sängers. „Halgadom“ selbst, ist auf der „Schulhof“-CD „Anpassung ist Feigheit“ mit vertreten und der Frontmann der Band ist Frank Krämer, Gründungsmitglied der Gruppe „Stahlgewitter“. Die Band machte auch mit diversen Aussagen in Interviews klare Stellung zu menschenverachtender Ideologie.
Das Album „Meisterwerk“ von „Leichenzug“ ist auf „Christhunt Productions“ erschienen und enthält 2 „Absurd“-Coverlieder.

Die Gruppe „Totenburg“ um Dennis Schoner, deren Sänger auch bei der Rechtsrock-Band „Eugenik“ tätig ist, veröffentlichte 1998 ihren ersten Tonträger. Sie bezeichnet sich selbst als „Thüringen Aryan Black Metal“. Ihren Musikstil bezeichnen sie selbst als „arisch geprägt (und) für die weiße Rasse produziert“. Zur NPD sollen sie gute Kontakte haben.

Das „Gleis 3“ ist also nicht nur der unschuldige „Eventclub“10 wie auf der Myspace-Seite des Lokals zu lesen ist. Vielmehr ist es Treff- und Keimpunkt der rechten(Black Metal) Szene in
Annaberg-Buchholz, und darüber hinaus. Eichhorns Taktik, welche berüchtigte NSBM-Bands als „Special guests“ ankündigt, scheint aufzugehen. Ungestört können so die Bands und Konzertbesucher_innen ihre „Events“ feiern.

Auf der Homepage von „Mephistopheles-Concerts“ wird auch Werbung für ein Konzert mit „Reign In Blood“, „Morrigan“ und „Skilfingar“ im befreundeten „Iron Eagle“ aus Lugau gemacht.11 „Reign In Blood“ „unterstützt (die) systematische Vernichtung christlichen Gedanken(gutes).“ In diesem fand am 12. Juni 2004 ein Nazikonzert mit 250 Besucher_innen statt. Des weitern hatte der Betreiber schon zuvor in einer anderen Lokalität NSBM-Konzerte mit mindestens einer tschechischen Band veranstaltet. Besucher berichteten damals von Hitlergrüßen und „Sieg-Heil“-Rufen während des Auftritts der Band im Jahre 2000.12

Diese genannten Fakten zeugen erneut von den praktizierten rechten Ressentiments wie Rassismus, Antisemitismus und Sexismus, welche sich in einer Subkultur verbergen, wie in diesem Falle, dem Black Metal, aber auch durch weite Teile der Gesellschaft mitgetragen werden.

Antifa Recherche Team erzgebirge

  1. www.dance-4-fun.de [zurück]
  2. www.fightfascism.wordpress.com/2009/05/29/neonazi-konzert-in-annaberg-buchholz/ [zurück]
  3. www.miriquidi-festival.de [zurück]
  4. www.mephistopheles-concerts.de [zurück]
  5. www.fightfascism.wordpress.com/2009/05/29/neonazi-konzert-in-annaberg-buchholz/ [zurück]
  6. www.fightfascism.wordpress.com/2009/05/29/neonazi-konzert-in-annaberg-buchholz/ [zurück]
  7. www.fightfascism.wordpress.com/2009/05/29/neonazi-konzert-in-annaberg-buchholz/ [zurück]
  8. www.fightfascism.wordpress.com/2009/08/21/wieder-neo-nazi-konzert-im-%E2%80%9Egleis-3%E2%80%9C-in-annaberg-buchholz/ [zurück]
  9. Gedächtnisprotokoll mehrerer Augenzeug_innen [zurück]
  10. www.myspace.com/gleis3ana [zurück]
  11. www.mephistopheles-concerts.de [zurück]
  12. Bericht eines Konzertbesuchers [zurück]

Wieder Neo-Nazi-Konzert im „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz

Update 22.08.2009: Das Neonazi-Konzert mit den Gruppen „Totenburg”, „Magog” und „Leichenzug” konnte ungestört stattfinden, obwohl die lokalen Behörden und der Verfassungsschutz rechtzeitig informiert wurden.

Wieder einmal soll heute abend im Club „Gleis 3“ in Annaberg-Buchholz ein Konzert mit mehreren NS-Blackmetal-Bands über die Bühne gehen. Im Juni 2009 sollte im von Björn Eichhorn und Stev Lippold betriebenen Lokal die ukrainische Neonazi-Band „Kroda“ mit Unterstützung der Gruppe „Isolfur“ und ebenfalls neonazistischen Band „Sekhmet“ auftreten. Der Auftritt von „Kroda“ wurde jedoch verhindert, nachdem die Instrumente der Band bei einem Konzert in Polen von lokalen AntifaschistInnen zerstört worden waren. Als Ersatz wurde kurzfristig die Neonazi-Band „Totenburg“ angekündigt, diese schaffte es dann aber nicht mehr rechtzeitig, das „Comeback“ vorzubereiten.

Dies soll nun offenbar nachgeholt werden. Heute Abend soll neben dem neonazistischen Soloprojekt „Leichenzug“ auch die Band „Totenburg“ auf dem Programm stehen. „Leichenzug“ steht bei dem braunen Label „Nebelfee Klangwerke“ von Ronald Möbus unter Vertrag, auf dem ersten Album „Meisterwerk“ covert „Leichenzug“ auch zwei Lieder der Gruppe „Absurd“, deren Sänger Möbus ist. Die Gruppe „Totenburg“ um Dennis Schoner veröffentlichte 1998 ihren ersten Tonträger. Sie bezeichnet sich selbst als „Thüringen Aryan Black Metal“. Laut dem Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz gibt die Band an, gute Kontakte zur NPD zu haben und ihren Musikstil als „arisch geprägt [und] für die weiße Rasse produziert“ zu bezeichnen.

Quelle: fight fascism

Chachipe warnt vor neuem Antiziganismus

31. Juli 2009 – Anlässlich des 65. Jahrestages der Liquidierung des so genannten „Zigeunerlagers“ in Auschwitz-Birkenau, am 2. August 1944, wo in einer einzigen Nacht annähernd 2900 Sinti und Roma ermordet wurden, fordert Chachipe Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft auf, den Rassismus gegenüber Roma konsequent zu bekämpfen.
„65 Jahre nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus, ist der Antiziganismus nach wie vor lebendig und erlebt heute ein neues Wiedererstarken. Die Wirtschaftskrise und die mit ihr einhergehende Vertiefung der Kluft zwischen Arm und Reich bieten einen günstigen Nährboden für Demagogen jeder Art, die die althergebrachten Ängste und den Hass gegen die Roma gezielt schüren und ausnutzen,“ erklärt die Vereinigung, die sich den Rechten der Roma widmet.

Chachipe äußert seine Besorgnis bezüglich der Annahme, in Italien und in anderen Ländern, von politischen Maßnahmen, die explizit oder implizit die Roma visieren. Der Verein kritisiert die Doppelzüngigkeit der Europäischen Union, die im Rahmen der Beitrittsverhandlungen und in den Beziehungen mit ihren Nachbarn auf die Einhaltung von Menschen- und Minderheitenrechten drängt, aber nicht in der Lage ist, die gleichen Prinzipien in ihren Mitgliedsstaaten durchzusetzen.

“Das erneute Auftreten eines zunehmend aggressiven und gewalttätigen Rassismus und Nationalismus in Europa ist zutiefst beunruhigend,“ sagt Chachipe. Der Verein befürchtet, dass die Präsenz nationalistischer und neofaschistischer Parteien in den Parlamenten zu einer schleichenden Akzeptanz dieser Phänomene führen wird, die in andere Politikbereiche übergreifen könnten. „Wir haben bereits heute wieder Polizeieinheiten, die sich auf die so genannte „Zigeunerkriminalität“ spezialisiert sind, und niemand sorgt sich. Roma werden erneut hinter Drahtzäunen oder Gittervorschlägen untergebracht und von der restlichen Bevölkerung isoliert, und niemand bemerkt die Ähnlichkeit mit der Vergangenheit,“ so der Verein.

Für Chachipe gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen dem heutigen Umgang mit den Roma und der „kollektiven Amnesie“ gegenüber dem Schicksal der Roma unter dem Nationalsozialismus. „Unter den Opfern des Nationalismus besetzen die Roma nach wie vor den Status eines Paria“, sagt Chachipe. Für Chachipe gibt es nach wie vor eine Tendenz, das Leidens der europäischen Roma während des zweiten Weltkriegs mit dem Verweis auf die angeblich geringeren Opferzahlen herunterzuspielen und die Gründe für ihre Verfolgung in Frage zu stellen. Die Absicht der Nationalsozialisten, die Roma als Volk zu vernichten, wird immer wieder bezweifelt.

Vor diesem Hintergrund wiederholt Chachipe seine Kritik an der zwangsweisen Rückführung von Roma aus dem Kosovo in Deutschland und in anderen Ländern. Der Verein erinnert daran, dass in Kosovo 1999 und 2004 organisierte Pogrome gegen Roma stattgefunden haben. „Auch in anderen Ländern wie beispielsweise in Rumänien gab es Pogrome gegen Roma, aber nie von einer solchen Größenordnung wie im Kosovo,“ erklärte der Verein. „Die politische Führung in Kosovo hat die Verfolgung und Vertreibung der Roma nie anerkannt, die für breite Teile der kosovoalbanischen Bevölkerung nach wie vor als Kollaborateure der Serben gelten,“ erklärt Chachipe. „Statt dessen sprechen sie von einer „neuen Realität“, eine Realität, die auf der ethnischen Säuberung und Vertreibung der Roma aufbaut.“ Chachipe erklärt weiter, dass die Roma, die nach Kosovo abgeschoben werden, zu einem Leben in Elend und Angst vor Verfolgung verdammt sind.

Chachipe fordert die Mehrheitsbevölkerung auf, den Roma ihre Würde zurück zu geben. „Roma sind nicht die ewigen Nomaden, die glücklich durch die Gegend ziehen und nicht in der Lage sind, sich an die Gesellschaft an zu passen,“ sagt der Verein. Er kritisiert, dass die Roma nach wie vor vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen werden, auf Grundlage von Vorurteilen, die ihre Vorfahren in die Todeslager brachten. „Deshalb ist die Erinnerung an die Vergangenheit so wichtig,“ folgert Chachipe, in der Hoffnung, dass die Vergangenheit als Warnung für zukünftige Generationen dienen kann.

Chachipe a.s.b.l.

Für weitere Informationen bitte wenden Sie sich per E-Mail an: SPAMFREIchachipe.info@gmail.com oder besuchen Sie unsere Webseite www.romarights.wordpress.com.

Quelle: indymedia